Künstliche Intelligenz in Technologieunternehmen: der Ansatz von WATA Factory für die kommenden Jahre

Team von WATA Factory bei der Zusammenarbeit in einer KI-gestützten Arbeitsumgebung, die Design, Entwicklung, QA und Business-Prozesse verbindet.

Vor einigen Tagen haben wir das gesamte Team von WATA Factory im Büro zusammengebracht, um den strategischen Plan des Unternehmens für die nächsten zwei Jahre zu teilen. Ein großer Teil des Gesprächs drehte sich darum, wie sich die Branche verändert, und um etwas, das – ob wir wollen oder nicht – bereits beginnt, unsere Arbeitsweise direkt zu beeinflussen: künstliche Intelligenz.

Wir führen schon seit einiger Zeit interne Tests mit verschiedenen KI-Tools durch, erkunden Möglichkeiten und schauen ganz praktisch, wo sie tatsächlich Mehrwert schaffen. Der aktuelle Marktkontext macht jedoch eines deutlich: Es geht nicht mehr nur darum, einzelne Aufgaben zu automatisieren oder kleine isolierte Tests durchzuführen. Wir sehen Veränderungen in deutlich tiefergehenden Bereichen: wie Aufgaben definiert werden, wie Projekte dokumentiert werden, wie Entwicklungen validiert werden oder sogar, wie die Arbeit zwischen verschiedenen Profilen organisiert wird.

Aus diesem Grund wollten wir diese Vision mit dem gesamten Team teilen. Nicht als theoretische Präsentation über die Zukunft, sondern als echtes Gespräch darüber, wohin sich die Branche unserer Meinung nach bewegt und wie wir uns bei WATA Factory an diesen Wandel anpassen wollen.

Von Infrastruktur zu KI: wie sich unsere Arbeitsweise verändert

Tatsächlich beginnt diese Entwicklung nicht erst jetzt. In den vergangenen Jahren haben wir intern bereits an wichtigen Veränderungen gearbeitet, insbesondere in den Bereichen Infrastruktur, Automatisierung und Skalierbarkeit mit Technologien wie Kubernetes. Deshalb ist es nun sinnvoll, KI über isolierte Tests hinaus zu integrieren und sie schrittweise in den realen Projektalltag zu bringen.

Interessant ist, dass dieser Wandel nicht nur die Entwicklung betrifft. Er verändert auch, wie Aufgaben strukturiert werden, wie Anforderungen validiert werden, wie Testsets erstellt werden oder wie die Arbeit zwischen verschiedenen Bereichen organisiert wird. Viele Phasen, die früher vollständig voneinander getrennt waren, beginnen nun, deutlich stärker miteinander verbunden zusammenzuwirken.

Während des Meetings haben wir diese Idee vertieft: ein weniger lineares und deutlich stärker vernetztes Arbeitsmodell, in dem Produktdesign, funktionale Validierung, KI-gestützte Entwicklung und technische Review nicht mehr als getrennte Phasen funktionieren, sondern Teil eines gemeinsamen, deutlich kontinuierlicheren Workflows werden

Auch die Rollen müssen sich anpassen

Ein weiterer wichtiger Teil des Meetings bestand darin zu erklären, wie sich die Arbeitsstruktur innerhalb von WATA Factory in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird. Denn der Wandel betrifft nicht nur die Tools, die wir nutzen, sondern auch die Art und Weise, wie Projekte organisiert werden, wie Teams zusammenarbeiten und welche Verantwortlichkeiten jedes Profil innerhalb des Prozesses übernehmen wird.

In dem neuen Modell, das wir schrittweise einführen werden, entstehen Rollen wie der AI Software Architect. Dieser konzentriert sich darauf, Architekturen zu definieren, die von Beginn des Projekts an auf die Zusammenarbeit mit KI vorbereitet sind. Seine Rolle wird viel stärker damit verbunden sein, Kontext vorzubereiten, technische Standards festzulegen, skalierbare Strukturen zu definieren und sicherzustellen, dass der gesamte Ablauf sowohl technisch als auch geschäftlich stimmig ist.

Auch das Entwicklungsprofil entwickelt sich weiter – hin zu einem Modell des AI Software Engineer. Dabei wird die Arbeit nicht mehr nur darin bestehen, Funktionalitäten manuell zu entwickeln, sondern auch darin, das zu überwachen, anzupassen, zu prüfen und zu validieren, was durch KI-gestützte Workflows entsteht.

Auch andere Profile verändern sich deutlich. Rollen, die stärker mit Management und Qualität verbunden sind, beginnen, automatisierte Validierung und KI-gestütztes Testing in ihren Alltag zu integrieren, während Bereiche wie Produktdesign im Prozess noch mehr Gewicht erhalten.

Wenn man mit KI arbeitet, ist eine gute Definition des Kontexts nicht mehr nur eine vorgelagerte Phase, sondern wird zu einem kritischen Bestandteil der Entwicklung. Je besser ein Produkt von Anfang an strukturiert ist – Flows, Anforderungen, Validierungen oder Aufgaben –, desto besser funktionieren später alle Tools und Prozesse drumherum.

Technologie, Innovation und Menschen: die eigentliche Herausforderung des Wandels

Während des Meetings haben wir auch eine wichtige Botschaft klar hervorgehoben: Dieser Wandel verringert den Wert der Menschen in den Teams nicht. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall.

Je mehr Bedeutung KI innerhalb der Prozesse gewinnt, desto wichtiger werden Urteilsvermögen, Erfahrung und die Fähigkeit, Entscheidungen mit dem richtigen Kontext zu treffen. Denn Tools können viele Teile der Arbeit beschleunigen, brauchen aber weiterhin Richtung, Validierung und Menschen, die verstehen, was sinnvoll ist zu bauen – und was nicht.

Und genau darin liegt wahrscheinlich einer der größten kommenden Veränderungen: Es geht nicht mehr nur darum, Aufgaben auszuführen, sondern darum, Vision einzubringen, Informationen besser zu strukturieren, mit Urteilsvermögen zu validieren und deutlich vernetzter zwischen den Bereichen zu arbeiten.

Derzeit befinden wir uns weiterhin in einer Phase der Erkundung und Validierung. Wir testen Tools, passen Prozesse an und prüfen, was wirklich in unseren Arbeitsalltag passt – und was noch weiter reifen muss. Aber eines ist für uns klar: Die Technologiebranche tritt bereits in eine neue Phase ein, und wir möchten, dass WATA Factory ein aktiver Teil davon ist.

Diese Transformation betrachten wir nicht aus Angst oder als Ersatz von Menschen, sondern als Weiterentwicklung. Es geht darum zu verstehen, wie wir das Potenzial dieser neuen Technologien nutzen können, um bessere Produkte zu entwickeln, effizienter zu arbeiten und als Team weiter zu wachsen.

Über Konzepte wie AI-first, Automation oder Innovation hinaus machen letztlich weiterhin die Menschen dahinter den Unterschied: wie sie zusammenarbeiten und wie gut sie sich an ein Umfeld anpassen können, das sich immer schneller verändert.

Related Posts